Kashmir von ACE Seeds ist eine reine 100 % Indica-Landrasse (P3) aus der Region Kaschmir. Diese authentische Hash-Plant-Indica wurde aus der besten P1-Mutter selektiert und über mehrere Generationen ingezüchtet. Dabei blieben sowohl THC- als auch CBD-Chemotypen innerhalb der Population erhalten, während gleichzeitig ein durchgehend hoher CBG-Gehalt sichergestellt wurde.
Die Pflanzen wachsen kompakt und säulenförmig mit mittellangen Internodien, wenigen, aber kräftigen Seitentrieben sowie riesigen, dunkelgrünen „jurassischen“ Indica-Blättern. Die meisten Exemplare reifen innerhalb von etwa 9 Wochen und entwickeln bei kühlen Blütetemperaturen eindrucksvolle Rot-, Violett- und Schwarztöne.
Die Blüten sind dicht, stark harzreich und besitzen für eine Landrassen-Indica ein außergewöhnlich hohes Blüten-Blatt-Verhältnis. Während der Blüte und nach der Ernte bleibt das Aroma angenehm dezent und leicht hashig. Nach einer sorgfältigen Reifung entfaltet sich ein außergewöhnlich dichter, eleganter Rauch mit frischen Zitronennoten sowie möglichen Nuancen von Blüten, Süße, Fleisch, Gas, Minze, feuchtem Torf, Leder, hochwertigem blondem Haschisch und einem dezenten Stall- bzw. Ziegemist-Charakter.
Die Wirkung entspricht einer erstklassigen klassischen Indica mit mittlerer bis hoher Potenz. Sie beginnt warm, klar und positiv, kann leicht euphorisierend und motivierend wirken und geht anschließend in eine äußerst angenehme körperliche und mentale Entspannung über. Das intensive, aber nicht überwältigende Körpergefühl erinnert an den Genuss von hochwertigem traditionellem Haschisch.
Analysen zeigen eine natürliche Bandbreite von THC 0,03–15,71 %, CBD 0,03–15,71 % sowie einen konstant hohen CBG-Gehalt von 0,45–1,36 %. Das Terpenprofil wird von β-Myrcen dominiert, ergänzt durch Limonen sowie geringere Mengen trans-Ocimen, Linalool, α-Pinen und β-Pinen. Bei den Sesquiterpenen überwiegt β-Caryophyllen, begleitet von α-Humulen sowie kleineren Anteilen α-Bisabolol und trans-Nerolidol.
Im Innenbereich ist Kashmir unkompliziert zu kultivieren und gedeiht zuverlässig unter 18/6 in der Wachstumsphase und 12/12 während der Blüte. Im Freien überzeugt sie bis etwa 50° nördlicher Breite und eignet sich für feuchte, trockene, warme und kalte Klimazonen, einschließlich Nord-, Mittel- und Osteuropas.
Die Sorte zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Kälte und Pilzbefall – insbesondere Botrytis – aus. Die Resistenz gegen Mehltau ist mittel bis hoch, während sie gegenüber Spinnmilben und Weißen Fliegen durchschnittlich robust ist. Auch hohe Temperaturen werden gut vertragen. Der Nährstoffbedarf ist während des gesamten Lebenszyklus moderat bis erhöht.
Genetisch stellt Kashmir eine neue, reine Indica-Linie mit hervorragendem Potenzial für die Züchtung außergewöhnlicher Hybriden dar. Kaschmir-Indicas unterscheiden sich von afghanischen Indicas insbesondere durch ihre höhere Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Pilzkrankheiten sowie durch ihre eigenständige geografische und kulturelle Entwicklung.
Die Cannabiskultur Kaschmirs blickt auf eine jahrtausendealte Tradition zurück und umfasst medizinische, rituelle, freizeitbezogene sowie wirtschaftliche Anwendungen. Die einheimischen Indicas wurden über Generationen gezielt für die Herstellung hochwertigen Haschischs selektiert. Historische Handelsbeziehungen nach Zentralasien – insbesondere über Yarkand – sowie spätere Einflüsse afghanischer Genetik und moderner Siebtechniken prägten den unverwechselbaren Charakter und den hervorragenden Ruf des feinen Kaschmir-Haschischs.