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Saatgut ist ein lebendiges Produkt. Keimung und Anbauergebnisse hängen stark von äußeren Bedingungen ab (Lagerung, Umgebung, Anbaupraxis). Wir lagern sämtliches Saatgut unter kontrollierten Bedingungen (niedrige Temperatur, geeignete Luftfeuchtigkeit, minimales Licht), können jedoch keine Keimraten oder Erträge garantieren.
Bei Problemen können Sie uns kontaktieren, wir prüfen Ihren Fall gerne. Eine formelle Keimgarantie können und bieten wir jedoch nicht an. Wir arbeiten nach besten Kräften ausschließlich mit zuverlässigen und professionellen Partnern zusammen, die hohe Qualitäts- und Lagerstandards sorgfältig einhalten.
Weitere Details?
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Wenn Ihre Bestellung sowohl Samen als auch Merchandising-Artikel oder Anbauzubehör enthält:
Ausführliche Informationen zu Versandbedingungen, Preisen und verfügbaren Lieferländern finden Sie auf unserer Seite „Versand & Zahlungsinformationen“.
Kurzer Überblick über den Versand
Produkttyp | Lieferziele | Lieferzeit | Verpackung | Besondere Hinweise |
Samen | Nur innerhalb der EU | 2–8 Werktage | Neutrale Außenverpackung, innen Originalverpackung des Züchters und eigene Verpackung | Nur für Personen ab 18 Jahren; eine Altersprüfung kann erforderlich sein. |
Merchandise & Ausrüstung | EU + ausgewählte Länder | Je nach Produkt unterschiedlich | Neutrale Außenverpackung, Verpackung des Lieferanten | Bei einigen Lieferanten kann die Zollabwicklung übernommen werden. |
Für die aktuellsten Informationen beachten Sie bitte stets unsere Seite „Versand & Zahlungsinformationen.
Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um Samen bei Jonny Seeds zu kaufen. Für Anbauzubehör können je nach Region unterschiedliche Bestimmungen gelten. Vor dem Versand bestimmter Bestellungen kann eine Altersprüfung erforderlich sein.
Auf allen Rechnungen und äußeren Versandetiketten wird unser rechtlicher Firmenname C.C.C. AgriSol vGmbH angegeben.
Ja. Wir arbeiten direkt mit sorgfältig ausgewählten Breedern und Partnern zusammen. Das Saatgut wird stets geliefert in:
Jede Packung ist eindeutig mit dem Namen des Breeders und den Angaben zur jeweiligen Sorte gekennzeichnet. Wir erfinden keine Fake-Breeder, Sortennamen oder „Ghost Brands“ und vertreiben keine umgelabelten White-Label-Samen. Das ist Teil unseres Kodex.
In unseren Lagerräumen bewahren wir die Samen stets unter streng kontrollierten Bedingungen auf:
Dies trägt dazu bei, die Keimfähigkeit und die Keimleistung der Samen zu erhalten. Wir halten unseren Lagerbestand bewusst klein und stocken regelmäßig nach, um stets einen möglichst frischen Samenvorrat anbieten zu können.
Samen lagern:
Dies trägt dazu bei, die Qualität der Samen langfristig zu erhalten. Beachten Sie stets die in Ihrem Land geltenden gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Keimung und Anbau. Für genauere Tipps lesen Sie unseren Blogartikel.
Nein. Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um Samen bei Jonny Seeds zu kaufen. Wir können einen Altersnachweis verlangen.
Nein. Da es sich bei Samen um lebende Organismen handelt und die Anbaubedingungen variieren, können wir weder die Keimung noch den Ertrag garantieren. Was wir tun:
Wenn du auf ernsthafte Probleme stößt, kannst du uns mit den entsprechenden Details kontaktieren. Wir prüfen deinen Fall individuell.
Jonny Seeds steht für:
Wir möchten sowohl etablierte als auch aufstrebende Breeder hervorheben, darunter auch solche, die an einzigartigen Merkmalen und seltenen Linien arbeiten. Unsere Mission umfasst:
(Mehr dazu erfährst du auf unserer „Über uns“-Seite.)
Landrassen sind regional angepasste Cannabis-Populationen, die sich über viele Generationen hinweg weitgehend isoliert entwickelt haben. Sie wurden durch natürliche Selektion, lokale Anbaumethoden und spezifische Umweltbedingungen geprägt, etwa in äquatorialen Hochlagen, trockenen Bergtälern oder Küstenregionen. Diese lang andauernde, standortgebundene Entwicklung führte zu stabilen Genpools mit charakteristischen morphologischen Merkmalen, Chemotypen und Blühverhalten.
Im Gegensatz zu modernen Hybriden sind Landrassen-Sorten nicht das Ergebnis kontrollierter Zuchtprogramme. Sie stellen offen bestäubte Populationen dar, die sich unter dem Einfluss von Umweltbedingungen und durch die Selektion der Landwirte über lange Zeit hinweg allmählich stabilisiert haben. Häufig wurden sie über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte von denselben Gemeinschaften erhalten.
Warum sollte ich Cannabis-Landrassensamen anbauen / sammeln?
Genetische und agronomische Bedeutung
Landrassen sind von entscheidender Bedeutung, weil sie:
Perspektive aus Sicht des Anbaus
Landrassen können variabler und weniger „Plug-and-Play“ sein als moderne Hybriden. Viele äquatoriale Landrassen haben sehr lange Blütezeiten, große Internodienabstände und spezifische Anforderungen an Lichtintensität und Nährstoffversorgung. Andere, wie etwa afghanische Hochlandlinien, sind kompakt, harzreich und von Natur aus an raue, trockene Klimabedingungen angepasst.
Wir betrachten Landrassensamen als lebendige Archive. Unser Fokus liegt auf Authentizität und Rückverfolgbarkeit, damit Sammler und Züchter mit echten regionalen Genetiken statt mit umbenannten Hybriden arbeiten können.
Beispiele nach Region
Kulturelle Bedeutung
Landrassen verkörpern auch kulturelles Erbe und spiegeln über Generationen weitergegebenes, altes landwirtschaftliches Wissen wider. Ihre Erhaltung bedeutet, die lebendige Geschichte von Cannabis selbst zu bewahren.
Bei Jonny Seeds’
Wir betrachten Landrassen als Eckpfeiler der genetischen Erhaltung. Durch das Angebot authentischer, von Breedern verifizierter Landrassensamen stellen wir sicher, dass Anbauer und Züchter Zugang zu den genetischen Grundlagen erhalten, die für die Erhaltung der Biodiversität und zukünftige Innovationen unerlässlich sind.
Mutante Cannabispflanzen weisen aufgrund genetischer Mutationen sichtbare Abweichungen von der typischen Morphologie oder dem normalen Entwicklungsverlauf auf. Diese Veränderungen können die Blattform, Verzweigung, Pigmentbildung, Trichomentwicklung oder Blütenstruktur betreffen. Mutationen können spontan während der Meiose entstehen, durch Stressfaktoren (z. B. UV-Strahlung oder chemische Einflüsse) ausgelöst werden oder während der Gewebekultur auftreten.
Warum sollte ich Cannabis-Mutantensamen anbauen / sammeln?
Häufige Mutationsmerkmale
Einige Mutationen sind vererbbar und können durch gezielte Selektion stabilisiert werden; andere sind nicht vererbbare somatische Veränderungen.
Warum Mutanten wichtig sind
Bei Jonny Seeds betrachten wir Mutanten sowohl als wissenschaftliche Besonderheiten als auch als Sammlerstücke. Dabei bevorzugen wir Linien mit einem stabilen, vererbbaren Phänotyp gegenüber zufälligen Fehlbildungen.
Cup-Gewinner sind Cannabis-Sorten, die bei anerkannten Wettbewerben wie dem High Times Cannabis Cup, dem Emerald Cup, dem Spannabis Champions Cup und anderen regionalen oder spezialisierten Wettbewerben Spitzenplatzierungen erzielt haben. Bei diesen Wettbewerben werden in der Regel anonymisierte Proben bewertet, die von Anbauern und Breedern eingereicht werden.
Warum sollte ich Cannabis-Samen von Cup-Gewinnern anbauen / sammeln?
Was die Juroren bewerten
Da die Einträge vergleichend bewertet werden, repräsentieren Cup-Gewinner Linien, die sich gegenüber einem Feld starker Mitbewerber hervorheben.
Warum Cup-Gewinner wichtig sind
Bei Jonny Seeds‘ listen wir ausschließlich Cup-Gewinner, die auf verifizierte Züchter oder offizielle Releases zurückgeführt werden können – keine generischen, „cup-ähnlichen“ Marketingaussagen.
Klassische Genetiken bezeichnen historisch bedeutende Cannabis-Sorten, die die moderne Zucht und Konsumkultur geprägt haben. Es handelt sich um die wegweisenden Hybriden und von Landrassen abstammenden Linien, die heute ikonische Eigenschaften einführten: skunkige Würze, starke Wirkung, elektrisierende Highs und extreme Harzproduktion. Die Legenden der Vergangenheit, die in jeder modernen Sammlung weiterleben.
Warum sollte ich klassische Cannabis-Samen von Jonny Seeds‘ anbauen bzw. sammeln?
Wichtige Merkmale
Beispiele sind frühe Skunk-Linien, Afghan-dominante Hash-Pflanzen, wegweisende Haze-Hybriden und Harz-Legenden aus den 90ern.
Perspektive aus Sicht des Anbaus
Klassische Sorten sind in der Regel vorhersehbarer und weniger anspruchsvoll als manche modernen Polyhybriden. Sie eignen sich hervorragend als Übungsmaterial für neue Grower und als zuverlässige Ausgangsbasis für Züchter, die neue Linien mit bekannten Eigenschaften entwickeln möchten.
Bei Jonny Seeds‘ verstehen wir klassische Genetiken als die „Referenzbibliothek“ von Cannabis: unverzichtbar für alle, die verstehen möchten, woher der heutige Hype eigentlich kommt.
Polyploide Cannabispflanzen besitzen mehr als den üblichen zweifachen Chromosomensatz (2n). Während diploide Cannabispflanzen jeweils einen Chromosomensatz von jedem Elternteil tragen (n+n), können Polyploide drei (triploid, 3n), vier (tetraploid, 4n) oder sogar noch höhere Ploidiegrade aufweisen. Polyploidie kann spontan durch genetische Mutation auftreten, wird in der modernen Zucht jedoch häufig gezielt mithilfe chemischer, die Mitose hemmender Wirkstoffe wie Colchicin oder Oryzalin induziert, die in die Zellteilung eingreifen.
Biologische Effekte
Die erhöhte Chromosomenzahl führt zu größeren Zellen, was sich auf mehrere wichtige Pflanzenmerkmale auswirkt:
Warum sollte ich polyploide Cannabis-Samen anbauen bzw. sammeln?
Warum Polyploide wichtig sind
Polyploide stellen eine Grenze in der Cannabis-Zucht dar, da sie das Potenzial für Folgendes bieten:
Herausforderungen
Unsere Polyploid-Kategorie umfasst ausschließlich verifizierte polyploide Pflanzen, die gezielt auf echte Chromosomenvervielfachung gezüchtet und getestet wurden – keine großwüchsigen Phänotypen, die fälschlicherweise für Polyploide gehalten werden. Jede Charge stammt von Züchtern, die sich mit Zytogenetik auskennen und präzise Verifizierungstechniken anwenden, um authentische Polyploide zu gewährleisten.
Ein echter F1-Hybrid bei Cannabis ist die erste Generation, die durch die Kreuzung zweier unterschiedlicher, hochgradig ingezüchteter Elternlinien entsteht. Diese Elternlinien wurden über mehrere Generationen hinweg selbstbestäubt oder geschwisterverpaart, bis sie überwiegend homozygot sind. In Kombination erzeugen ihre genetischen Unterschiede vorhersehbare Hybridvitalität und einheitliche Nachkommen.
Warum sollte ich echte F1-Hybrid-Cannabis-Samen anbauen bzw. sammeln?
Echte F1-Hybriden sind bei vielen Kulturpflanzen wie Mais und Weizen Standard, im Cannabisanbau jedoch aufgrund des hohen Zeit- und Fachaufwands zur Entwicklung ingezüchteter Elternlinien nach wie vor relativ selten.
Wichtige genetische Grundlagen
Bei Jonny Seeds‘ vergeben wir das Label „echter F1″ ausschließlich für Kreuzungen, die durch dokumentierte Zuchtarbeit und feldgeprüfte Einheitlichkeit belegt sind.
Diese Kategorie richtet sich an ambitionierte Anbauer sowie an alle, die mit wissenschaftlich präziser Genetik arbeiten möchten.
Sorten mit neuartigen Cannabinoiden werden gezielt darauf gezüchtet, erhöhte Werte an geringfügigen Cannabinoiden wie CBG, CBC, THCV, CBDV oder anderen zu exprimieren, häufig in Kombination mit spezifischen Terpenprofilen. Diese Cannabinoide sind in den meisten Cannabispflanzen natürlicherweise in geringen Mengen vorhanden, lassen sich jedoch durch selektive Zucht und gezielte Elternkreuzungen verstärken.
Warum sollte ich Cannabis-Samen mit neuartigen Cannabinoiden anbauen bzw. sammeln?
Beispiele gezielter Cannabinoide
Zucht- und anbautechnische Perspektive
Die Zucht auf neuartige Cannabinoide erfordert Laboranalysen und eine sorgfältige Selektion über mehrere Generationen hinweg. Grower können dabei Pflanzen erhalten, die optisch typischem Cannabis ähneln, jedoch Chemotypen aufweisen, die auf dem allgemeinen Samenmarkt selten sind und beim Konsum andere Wirkungen mit sich bringen.
Bei Jonny Seeds‘ setzen wir auf Linien, bei denen die Expression des neuartigen Cannabinoids stabil und reproduzierbar ist – nicht nur gelegentliche Ausreißer innerhalb einer gemischten Population.
USA-Genetiken bezeichnen zeitgenössische Cannabis-Sorten, die in Nordamerika entwickelt wurden, insbesondere in Regionen wie Kalifornien, Oregon, Colorado, Michigan und Oklahoma. Diese Linien entstehen häufig aus intensiver Zuchtarbeit mit Fokus auf Terpenintensität und sehr hohe THC-Werte. Spitzensorten, die die moderne US-Szene prägen und wegen ihres „Bag Appeal“ ihren Weg nach Europa finden.
Warum sollte ich USA-Cannabis-Genetiken anbauen bzw. sammeln?
Typische Merkmale
Diese Sorten bilden häufig das Rückgrat moderner Kreuzungen und tragen Namen, die soziale Medien und Dispensary-Menüs dominieren.
Bei Jonny Seeds‘ konzentriert sich unsere Auswahl an USA-Genetiken auf verifizierte Züchterlinien und authentische Cuts, die fachgerecht in Samenform überführt wurden – keine beliebigen „im amerikanischen Stil“ umbenannten Sorten.
Europäische New-School-Hybriden sind Sorten, die von europäischen Züchtern entwickelt werden und globale Genetik mit lokalen Selektionsstrategien, klimatischen Gegebenheiten und aktuellen Trends verbinden. Diese Linien vereinen häufig gehypte US-Elternlinien, klassisches europäisches Zuchtmaterial und Landrasseneinflüsse und treten als neue treibende Kräfte im globalen Genpool hervor.
Warum sollte ich europäische New-School-Cannabis-Hybriden anbauen bzw. sammeln?
Wichtige Merkmale
Bei Jonny Seeds‘ rückt diese Kategorie innovative europäische Züchter in den Fokus, deren Arbeit für sich steht und eine neue Ära europäischer Cannabis-Genetik einläutet.
Autoflowering-Sorten leiten die Blüte anhand des Pflanzenalters ein, nicht anhand der Photoperiode. Diese Eigenschaft stammt von Cannabis-ruderalis-Populationen ab, die an kurze Vegetationsperioden angepasst sind. Durch die Einkreuzung von Ruderalis-Genetik in hochwertige photoperiodische Linien haben Züchter moderne Autoflowers geschaffen, die Schnelligkeit, Widerstandsfähigkeit und potente Chemotypen vereinen. Autoflowers sind zu einem echten Publikumsliebling geworden. In den letzten Jahren erreichen kommerzielle Autoflowering-Sorten zunehmend das Qualitätsniveau moderner photoperiodischer Sorten, wobei sich manche Züchter auf diese Nische spezialisiert haben und darin herausragen.
Warum sollte ich Autoflowering-Cannabis-Samen anbauen bzw. sammeln?
Wichtige Merkmale
Bei Jonny Seeds‘ wählen wir Autoflowering-Sorten aus, die sich in Wirkstärke, Geschmack und Ertrag photoperiodischen Sorten annähern und dabei gleichzeitig die Praktikabilität bewahren, die Autos so attraktiv macht.
Fruchtig aromatisierte Cannabis-Sorten werden gezielt auf Duftprofile selektiert, die an Zitrusfrüchte, Beeren, tropische Früchte, Trauben oder Kernobst erinnern. Diese Aromen entstehen durch die Kombination von Terpenen und anderen flüchtigen Verbindungen wie Estern und Aldehyden. Züchter fixieren diese Aroma- und Duftnoten in ihren Sorten durch sorgfältige Selektion und gezielte Wahl der Elternpflanzen.
Warum sollte ich fruchtig aromatisierte Cannabis-Samen von Jonny Seeds‘ anbauen bzw. sammeln?
Wichtige Aromaträger
Aus anbautechnischer Sicht benötigen diese Sorten grundsätzlich die gleiche Pflege wie andere hochwertige Hybriden, profitieren jedoch besonders von einer sorgfältigen Trocknung und Fermentation, um die flüchtigen Aromastoffe zu bewahren.
Bei Jonny Seeds‘ hebt unsere Fruchtaromen-Kollektion Sorten hervor, bei denen die fruchtige Ausprägung dominant und deutlich wahrnehmbar ist – nicht nur schwache Hintergrundnoten. Sie umfasst einige der begehrtesten Sorten auf dem Markt.
Terpene Safari ist eine Samenkategorie, die sich um Terpen- und Aromastoffprofile dreht statt allein um geografische Herkunft oder Abstammung. Die Sorten sind in aromatische „Biome“ wie skunkig, gasig, blumig, erdig, dessertartig oder tropisch gruppiert und ermöglichen es Growern, die chemische Grundlage des Cannabis-Geschmacks systematisch zu erkunden. Die Kollektion umfasst sowohl legendäre Klassiker als auch die moderne Flaggschiff-Ära.
Warum sollte ich Cannabis-Samen aus der Jonny Seeds‘ Terpene-Safari-Kollektion anbauen bzw. sammeln?
Die Wissenschaft hinter den Aromen
Statt Sorten wahllos auszuwählen, ermöglicht Ihnen die Terpene Safari, gezielt definierte Aromafamilien zu erkunden und zu vergleichen, wie sich unterschiedliche Chemotypen anfühlen und schmecken.
Bei Jonny Seeds‘ kuratieren wir diese Kategorie so, dass sie klare, unterscheidbare Aroma-Archetypen repräsentiert – damit Grower die Sprache der Terpene auf praktische Weise erlernen können.
Colour Garden ist der Ort, an dem sich Cannabis in ein lebendiges Pigmentlabor verwandelt. Diese Kollektion vereint Sorten, die in ihren Blüten und Blättern kräftige Lila-, Violett-, Rot-, Pink- und sogar nahezu schwarze Farbtöne entwickeln können.
Diese Farben sind das sichtbare Ergebnis einer komplexen Pflanzenbiochemie: Vor allem Anthocyane und andere Flavonoide reichern sich zusätzlich zum üblichen grünen Chlorophyll und den gelb-orangefarbenen Carotinoiden im Gewebe an. Statt sich nur auf Wirkstärke oder Ertrag zu konzentrieren, werden die Colour-Garden-Genetiken danach ausgewählt, spektakuläre Pigmentierung zu zeigen und dabei gleichzeitig starkes Harz, Terpene und insgesamt hohe Qualität zu liefern.
Warum sollte ich Cannabis-Samen aus der Jonny Seeds‘ Colour-Garden-Kollektion anbauen bzw. sammeln?
Die Pigmentbiologie hinter farbenfrohem Cannabis
Die Farbausprägung bei Cannabis wird durch das Zusammenspiel dreier Hauptpigmentgruppen bestimmt:
Bei farbenfrohen Cannabis-Sorten sind Gene, die am Anthocyan-Biosyntheseweg beteiligt sind, in bestimmten Geweben hochreguliert, insbesondere in den Deckblättern und den zuckerbedeckten Blättern rund um die Blüten. Unter den richtigen Bedingungen führt dies zu Folgendem:
Was beeinflusst die Farbausprägung?
Farbenfrohe Genetik allein reicht nicht aus. Die Pigmentierung ergibt sich stets aus dem Zusammenspiel von Genotyp und Umwelt:
Wichtig zu wissen: Eine Pflanze, die genetisch nicht zu kräftiger Farbe veranlagt ist, wird niemals allein durch Kälte oder Stress tiefviolett werden. Die Umwelt kann die Ausprägung beeinflussen, aber sie kann keine Pigmentgene erzeugen, die nicht vorhanden sind.
Farbe versus Wirkstärke und Terpene
Einer der größten Mythen im Cannabisanbau ist, dass mehr Farbe automatisch mehr Wirkstärke bedeutet. In Wirklichkeit gilt:
Allerdings kombinieren Züchter die Farbausprägung häufig mit modernen, terpenreichen Abstammungslinien, sodass viele Colour-Garden-Sorten tatsächlich beides liefern.
Anbautipps für farbenfrohes Cannabis
Wenn Sie das Beste aus Colour-Garden-Genetiken herausholen möchten:
Wenn du Blüten suchst, die genauso besonders aussehen, wie sie duften, ist Colour Garden der richtige Ausgangspunkt.
CBD-Sorten sind Cannabissorten, die gezielt auf einen erhöhten Cannabidiol-(CBD)-Gehalt bei gleichzeitig reduziertem oder ausgewogenem Tetrahydrocannabinol-(THC)-Gehalt selektiert wurden. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Industriehanf werden diese Sorten darauf gezüchtet, ein komplexes Terpenprofil mit gezielt abgestimmten Cannabinoid-Verhältnissen zu verbinden.
Warum sollte ich CBD-Cannabissamen anbauen / sammeln?
Chemotyp-Profile
Perspektive aus Sicht des Anbaus
CBD-Sorten wachsen ähnlich wie THC-dominante Sorten, wobei Züchter häufig besonderen Wert auf Folgendes legen:
Bei Jonny Seeds konzentrieren wir uns auf CBD-Sorten, die wie hochwertiges Cannabis duften und schmecken – nicht wie heuähnlicher Faserhanf.
Outdoor-Season-Sorten werden für eine zuverlässige Leistung unter unkontrollierten oder nur bedingt kontrollierbaren Anbaubedingungen ausgewählt. Sie zeichnen sich typischerweise durch eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Schimmel, Schädlingen und wechselhaftem Wetter aus und werden so ausgewählt, dass ihre Reifezeit für bestimmte Breitengrade geeignet ist.
Warum sollte ich Outdoor-Cannabissamen anbauen / sammeln?
Wichtige Merkmale
Diese Sorten sind nicht einfach „irgendwelche photoperiodischen Pflanzen, die im Freien angebaut werden“. Es handelt sich um Genetiken, die unter realen Outdoor-Bedingungen getestet und gezielt auf Widerstandsfähigkeit und zuverlässige Leistung selektiert wurden.
Bei Jonny Seeds heben wir Sorten hervor, die sich in europäischen und vergleichbaren Klimazonen bewährt haben, und geben klare Informationen zu den ungefähren Reifezeiten.
Kush-Genetiken gehen direkt oder indirekt auf Cannabispopulationen aus der Hindu-Kusch-Region und den umliegenden Gebirgszügen zurück. Diese Abstammungslinien zeichnen sich typischerweise durch eine breitblättrige, indica-dominante Wuchsstruktur, dichte Blüten, eine starke Harzproduktion sowie erdige, hashartige und gasige Terpenprofile aus. Moderne Kush-Hybriden verbinden dieses Erbe häufig mit zeitgenössischen Aromalinien und bilden oft das Rückgrat neuer Generationen von Cannabissorten.
Warum sollte ich die Kush Collection-Samen von Jonny Seeds anbauen / sammeln?
Typische Merkmale
Moderne Kush-Hybriden verbinden Dessert-, Fuel- und Candy-Terpenlinien mit der charakteristischen Struktur und dem Harzeinfluss ihrer Vorfahren aus den Bergregionen.
Bei Jonny Seeds umfasst die Kush Collection sowohl traditionellere Ausprägungen als auch moderne Hybriden, die weiterhin deutlich die typische Kush-Struktur und charakteristische Harzeigenschaften zeigen.
Die Kategorie „World’s Haze“ umfasst Haze-basierte und von Haze beeinflusste Sorten mit tropischer und äquatorialer Abstammung. Diese Genetiken sind für ihre langen Blütezeiten, komplexen Terpenprofile und energiegeladenen bzw. zerebralen Wirkungen bekannt. Aufgrund ihrer längeren Blütezeit werden sie im modernen kommerziellen Anbau oft unterschätzt oder vernachlässigt. Dennoch haben Haze-Sorten die heutige Cannabis-Szene maßgeblich geprägt und heben sich bis heute durch ihr unverwechselbares Aromaprofil und ihre einzigartige Wirkung deutlich von anderen Genetiken ab.
Warum sollte ich die World’s Haze-Samen von Jonny Seeds anbauen / sammeln?
Wichtige Merkmale
Haze-Genetiken werden historisch mit Mehrfachkreuzungen von Landrassen aus Regionen wie Thailand, Kolumbien und dem südlichen Afrika in Verbindung gebracht, die später weiter verfeinert und hybridisiert wurden.
Bei Jonny Seeds konzentrieren wir uns auf Haze-Sorten, die dieses energiegeladene Profil bewahren und gleichzeitig – wo möglich – realistische Blütezeiten für moderne Grower bieten.
Hash-Pflanzen und Harz-Sorten werden aufgrund ihrer außergewöhnlich hohen Trichomdichte, Harzqualität und Eignung für die mechanische Verarbeitung zu Haschisch und Extrakten ausgewählt. Diese Genetiken haben häufig ihre Wurzeln in traditionellen Haschischregionen wie Afghanistan, Pakistan, Nepal, Marokko und dem Libanon. Unsere Kollektion umfasst sowohl alte traditionelle Sorten – von Finger-Hash bis hin zu typischen Temple-Ball-Genetiken – als auch moderne Sorten mit außergewöhnlicher Harzproduktion und herausragenden Harzeigenschaften.
Warum sollte ich die Hash Plants & Resin-Cannabissamen von Jonny Seeds anbauen / sammeln?
Harzbiologie
Aus agronomischer Sicht sind diese Pflanzen häufig kompakter und robust und kommen mit intensiver Düngung gut zurecht.
Bei Jonny Seeds bieten wir Hash- und Harzsorten nicht nur danach an, wie stark sie mit Trichomen bedeckt sind, sondern danach, wie sie sich bei der tatsächlichen Haschischherstellung bewähren – sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Verfahren.
Die High THC Collection konzentriert sich auf Typ-I-Chemotypen, bei denen THC das vorherrschende Cannabinoid ist und andere Cannabinoide nur in geringen Mengen vorkommen. Diese Sorten werden gezüchtet und selektiert, um eine hohe Potenz zu erreichen und gleichzeitig Aroma, Wuchsstruktur und Ertrag zu bewahren.
Warum sollte ich die Samen der High-THC Cannabis Collection anbauen / sammeln?
Chemotyp und Wirkung
Aus Anbausicht sind diese Sorten oft nährstoffhungrig und reagieren gut auf optimierte Umgebungsbedingungen, Trainingstechniken und eine sorgfältige Nachernte-Behandlung zur Erhaltung der Potenz.
Bei Jonny Seeds suchen wir nach THC-reichen Sorten, die im Streben nach hohen Laborwerten weder Terpenreichtum noch agronomische Stabilität opfern. Geschmack vor>.
XXL-Yield-Sorten werden aufgrund ihrer Fähigkeit ausgewählt, unter optimalen Bedingungen eine sehr hohe Trockenblütenmasse zu erzeugen. Diese Genetiken maximieren Ernteindex, Blätterdach-Effizienz und Blütendichte, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen.
Warum sollte ich XXL-Yield-Sorten anbauen / sammeln?
Ertragsbezogene Eigenschaften
Auch wenn der Fokus auf dem Ertrag liegt, kuratiert Jonny Seeds diese Kategorie so, dass rein „industrielle“ Sorten vermieden werden, die Geschmack und Harzqualität vernachlässigen.
Photoperiodische Cannabispflanzen leiten die Blütephase in Reaktion auf Veränderungen der Tageslänge ein. Bei den meisten Drogen-Sorten wird die Blüte ausgelöst, sobald die Pflanze ausreichend lange, ununterbrochene Dunkelphasen erlebt. Im Freiland fällt dies meist mit dem Ende des Sommers zusammen, wenn die Tage kürzer werden. Im Indoor-Anbau simulieren Grower dies, indem sie auf einen Lichtzyklus von etwa 12 Stunden Licht und 12 Stunden durchgehender Dunkelheit umstellen.
Da die Blüte bei photoperiodischen Pflanzen vom Lichtzyklus abhängt, können Anbauer die vegetative Phase beliebig lange verlängern, indem sie die Tage „lang“ genug halten. Dies ermöglicht:
Die meisten klassischen Sorten und viele Landrassen sind photoperiodenabhängig. Sie werden von Anbauern bevorzugt, die volle Kontrolle über Timing, Pflanzenarchitektur und potenziellen Ertrag haben möchten. Photoperiodische Pflanzen benötigen jedoch eine absolut lichtdichte Dunkelphase. Wiederholte Lichtunterbrechungen während der Dunkelphase können die Blütesignale stören und zu unregelmäßiger Blüte oder Stressreaktionen führen – einschließlich eines erhöhten Risikos intersexueller (zwittriger) Blüten bei empfindlichen Genotypen.
Autoflowering Cannabispflanzen sind tageslängenunabhängig. Sie leiten die Blütephase primär in Abhängigkeit vom Alter ein, nicht von der Länge der Lichtperiode. Bei vielen modernen Autoflower-Sorten beginnt die Blüte etwa 3 bis 5 Wochen nach der Keimung und setzt sich bis zur Seneszenz fort, selbst unter langen Tagen.
Diese Eigenschaft stammt von nord- und zentraleurasischen wilden bzw. verwilderten Populationen, die oft als Cannabis ruderalis bezeichnet werden. Diese Populationen entwickelten sich in Regionen mit kurzen Freilandsaisons und langen sommerlichen Tageslichtphasen, wo die Blüte von den typischen Kurztag-Signalen entkoppelt sein musste.
Wichtige Punkte zu autoflowering Pflanzen:
Moderne Autoflower-Genetiken wurden wiederholt zurückgekreuzt und mit hochwertigen photoperiodischen Elternlinien verbessert. Dadurch können sich aktuelle Autoflower-Sorten photoperiodischen Sorten in Bezug auf Potenz, Terpenausprägung und Ertrag annähern. Sie erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit bei Anbauern, die Wert auf Geschwindigkeit und Einfachheit legen, wobei die kürzesten Lebenszyklen weniger Zeit für die Erholung von Stress oder intensivem Training bieten.
Reguläre Samen entstehen durch die konventionelle Kreuzung einer männlichen und einer weiblichen Pflanze. Jeder Samen trägt Geschlechtschromosomen, die in der Regel entweder eine männliche oder eine weibliche Pflanze hervorbringen – bei großen Populationen oft nahe einem Verhältnis von 50:50, wobei die tatsächlichen Verhältnisse variieren können.
Reguläre Samen sind für die Zucht besonders wichtig, da:
• sie die Auswahl sowohl männlicher als auch weiblicher Elternpflanzen ermöglichen.
• sie es Züchtern ermöglichen zu beobachten, wie sich Eigenschaften über eine gesamte Population hinweg aufspalten.
• Sie eignen sich gut für Pheno-Hunting und die langfristige Entwicklung von Linien.
Die genetische Vielfalt innerhalb einer regulären Samenlinie hängt davon ab, wie ingezüchtet oder divers die Elternpflanzen sind – nicht davon, dass es sich „an sich“ um reguläre Samen handelt. Dennoch bleiben reguläre Samen in vielen Zuchtprogrammen der Standard, da sie das natürliche zweihäusige (diözische) Fortpflanzungssystem von Cannabis widerspiegeln.
Feminisierte Samen werden so hergestellt, dass fast alle daraus wachsenden Pflanzen genetisch weiblich sind. Dies wird erreicht, indem eine weibliche Pflanze dazu gebracht wird, Pollen zu produzieren – zum Beispiel durch den Einsatz silberbasierter Sprays oder anderer Stressfaktoren, die die normale Entwicklung weiblicher Blüten unterdrücken und die Bildung pollenproduzierender Strukturen fördern. Da dieser Pollen von einer genetisch weiblichen Pflanze stammt, trägt er ausschließlich X-Chromosomen. Wenn dieser Pollen eine andere weibliche Pflanze befruchtet, entwickeln sich die daraus entstehenden Samen in der überwiegenden Mehrheit der Fälle zu weiblichen Pflanzen.
Wichtige Punkte:
Die genetische Vielfalt feminisierter Samen hängt von der Vielfalt der elterlichen Genetik ab. Die Feminisierung selbst macht eine Linie nicht grundsätzlich vielfältiger oder weniger vielfältig. Allerdings basieren manche kommerziellen feminisierten Linien auf einer engeren Auswahl an Elternpflanzen, was im Vergleich zu breiter angelegten regulären Populationen die Variation verringern kann.
Feminisierte Samen werden von vielen Hobby- und kommerziellen Anbauern bevorzugt, die möglichst viele produktive, blühende Pflanzen pro Quadratmeter erzielen und das Entfernen männlicher Pflanzen vermeiden möchten.
Einhäusige (monözische) Cannabispflanzen bilden männliche und weibliche Blüten an ein und derselben Pflanze aus. Diese Eigenschaft ist bei Hanfsorten häufiger anzutreffen, die für die Samen- oder Faserproduktion gezüchtet werden, wo eine gleichmäßige Bestäubung und ein hoher Samenansatz von Vorteil sein können.
Bei harzorientiertem „Drogen-Typ“-Cannabis ist Einhäusigkeit in der Regel unerwünscht. Werden weibliche Blüten bestäubt, lenkt die Pflanze ihre Ressourcen in die Samenentwicklung um, anstatt eine maximale Harz- und Terpenproduktion aufrechtzuerhalten. Dies führt zu:
Zudem können einhäusige Pflanzen die kontrollierte Zucht und die samenfreie Produktion erschweren, da sie innerhalb einer scheinbar überwiegend weiblichen Kultur Pollen freisetzen können.
Zweihäusige (diözische) Cannabispopulationen bestehen aus getrennten männlichen und weiblichen Pflanzen – dies ist die übliche Fortpflanzungsform sowohl bei traditionellem Drogen-Typ-Cannabis als auch bei vielen Hanfsorten. In diözischen Populationen:
Zweihäusigkeit ermöglicht es Anbauern, männliche und weibliche Pflanzen räumlich zu trennen und dadurch:
Diese Geschlechtertrennung ist einer der Hauptgründe, warum Cannabis sowohl für die Samenproduktion als auch für die samenfreie Blütenproduktion so flexibel einsetzbar ist.
Cannabis ist von Natur aus zweihäusig – die meisten Pflanzen sind entweder männlich (pollenproduzierend) oder weiblich (blütenproduzierend). Die Art verfügt jedoch auch über eine ausgeprägte geschlechtliche Plastizität, das heißt, unter bestimmten genetischen und umweltbedingten Voraussetzungen kann eine Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsstrukturen ausbilden.
Zwei wichtige Konzepte:
Im harzorientierten Anbau ist Hermaphroditismus in der Regel unerwünscht, da:
Was verursacht Hermaphroditismus?
Es handelt sich stets um eine Kombination aus genetischer Veranlagung und umweltbedingten Auslösern:
Stress allein „erzeugt“ keinen Hermaphroditismus bei einem Genotyp, der von Natur aus sehr stabil ist – er kann jedoch bei empfindlichen Linien zugrunde liegende Tendenzen zum Vorschein bringen. Stabile Zuchtlinien für die Blütenproduktion werden über mehrere Generationen hinweg gezielt gegen spontane intersexuelle Ausprägung selektiert.
Sinsemilla stammt aus dem Spanischen „sin semilla“ und bedeutet wörtlich „ohne Samen“. In der Praxis bezeichnet der Begriff unbestäubte weibliche Cannabis-Blütenstände.
Wenn weibliche Blüten unbestäubt bleiben:
Wichtig ist, dass die Pflanze nicht bewusst „Harz statt Samen wählt“. Harz- und Cannabinoidproduktion sind genetisch programmierte Eigenschaften. Das Ausbleiben der Bestäubung ermöglicht lediglich, dass sich die Blütephase ohne Ressourcenumleitung in die Samenbildung verlängert – das Ergebnis ist die typisch dichte, harzreiche Sinsemilla-Blüte.
Landrassen sind regional angepasste Cannabis-Populationen, die sich über viele Generationen hinweg in bestimmten geografischen Zonen entwickelt haben. Ihre Merkmale entstehen durch eine Kombination aus natürlicher Selektion und traditioneller Auslese durch lokale Bauern – nicht durch moderne, kontrollierte Zuchtprogramme.
Diese Populationen:
Bekannte Beispiele wie afghanische Bergpopulationen, süd- und ostafrikanische Linien vom Durban-Typ oder äquatoriale tropische Linien aus Thailand und Lateinamerika stellen historisch bedeutende Landrassen-Quellen dar, die in der modernen Zucht verwendet werden. Sie bilden einen großen Teil der genetischen Grundlage heutiger Hybriden und sind wichtige Biodiversitäts-Reservoirs für zukünftige Zuchtarbeit.
Cannabis-Hybriden entstehen durch die Kreuzung genetisch unterschiedlicher Elternpflanzen. Dies kann Folgendes umfassen:
Durch Hybridisierung können Züchter erwünschte Eigenschaften beider Elternpflanzen kombinieren, wie zum Beispiel:
Die meisten modernen kommerziellen Cannabis-Sorten sind Polyhybriden, das heißt Hybriden, die aus mehreren Generationen vorheriger Hybridkreuzungen hervorgegangen sind. Dies kann zu sehr vielfältigen Nachkommen führen, was für das Pheno-Hunting nützlich ist, jedoch auch die Einheitlichkeit verringern kann, sofern der Züchter keine weitere Selektion und Linienstabilisierung vornimmt.
Ein echter F1-Hybrid ist die erste Generation aus der Kreuzung zweier unterschiedlicher, ingezüchteter Elternlinien, die jeweils in hohem Maße homozygot und einheitlich sind. Bei einer solchen Kreuzung:
Die Herstellung echter F1-Hybriden erfordert:
Da dieser Prozess zeitaufwendig und technisch anspruchsvoll ist, sind echte F1-Hybriden auf dem Cannabismarkt im Vergleich zu einfachen Hybrid- oder Polyhybrid-Kreuzungen nach wie vor relativ selten. Für kommerzielle Anbauer können sie jedoch aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit und gleichbleibenden Leistung äußerst wertvoll sein.
Polyploide Cannabispflanzen besitzen mehr als die üblichen zwei Chromosomensätze (2n). Beispiele hierfür sind:
Polyploidie kann spontan durch Fehler bei der Zellteilung entstehen, wird im gärtnerischen Bereich jedoch häufig gezielt induziert, indem während der frühen Pflanzenentwicklung Chemikalien wie Colchicin oder Oryzalin eingesetzt werden. Diese Substanzen beeinträchtigen die normale Mitose und können eine Chromosomenverdopplung bewirken.
Zu den möglichen Auswirkungen von Polyploidie zählen:
Polyploidie garantiert jedoch nicht automatisch einen höheren Cannabinoidgehalt oder einen besseren Ertrag. Der agronomische Wert polyploider Cannabispflanzen hängt vom jeweiligen Genotyp und dessen Selektion ab. Manche polyploiden Linien zeigen interessante Eigenschaften, während andere ähnlich oder sogar weniger vorhersehbar abschneiden als herkömmliche diploide Pflanzen.
Derzeit befindet sich polyploides Cannabis noch im experimentellen Stadium. Es bietet spannende Möglichkeiten, stellt Züchter, die stabile und reproduzierbare Ergebnisse anstreben, jedoch auch vor erhebliche Herausforderungen.
Umweltfaktoren wie Lichtintensität, Nährstoffverfügbarkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Anbaupraktiken können den Phänotyp stark beeinflussen. Zwei Pflanzen mit demselben Genotyp können unter unterschiedlichen Anbaubedingungen unterschiedliche Phänotypen zeigen. Aus diesem Grund müssen Genetik und Umweltmanagement bei der Bewertung einer Sorte stets gemeinsam betrachtet werden.
Jede Eigenschaft, die man bei einer Cannabispflanze beobachtet – Wuchshöhe, Blattform, Farbe, Aroma, Neigung zu Hermaphroditismus, Harzdichte – ist das Ergebnis eines Zusammenspiels von:
Einige Beispiele bei Cannabis:
Für Züchter und ambitionierte Anbauer gilt als zentraler Grundsatz: Genetik und Umwelt lassen sich nicht voneinander trennen.
Das Verhalten einer Sorte ist stets der Genotyp, ausgeprägt durch die konkrete Realität ihres Anbaus.
Eine Mutterpflanze ist eine ausgewählte weibliche Cannabispflanze, die durch Langtag-Beleuchtung (z. B. 18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit) dauerhaft in der vegetativen Phase gehalten wird.
Wichtige Funktionen einer Mutterpflanze:
Eine gesunde Mutterpflanzenpflege konzentriert sich auf:
Klone sind vegetative Stecklinge, die von einer Mutterpflanze entnommen, bewurzelt und zu vollständigen Pflanzen herangezogen werden. Sie besitzen exakt denselben Genotyp wie die Mutterpflanze.
Das bedeutet:
Klone sind jedoch nicht in jeder Hinsicht „identisch“:
Die Klonvermehrung ist in vielen professionellen Betrieben die Standardmethode, da sie ein einheitliches Blätterdach-Management sowie reproduzierbare Produktprofile ermöglicht.
Pheno-Hunting bezeichnet den Prozess, bei dem mehrere Individuen aus derselben Samenlinie herangezogen werden, um anschließend anhand beobachtbarer Eigenschaften die besten Pflanzen auszuwählen.
Zu den typischen Auswahlkriterien zählen:
Da es sich bei den meisten modernen Sorten um Polyhybriden handelt, können Samen aus derselben Kreuzung mehrere unterschiedliche Phänotypen ausprägen. Sobald eine herausragende Pflanze identifiziert wurde:
Beim Pheno-Hunting beginnt ein Großteil dessen, was in der modernen Cannabiszucht und -markenbildung als eigentliche „Magie“ gilt.
Eine Rückkreuzung ist ein Zuchtschritt, bei dem ein Hybrid-Nachkomme mit einer seiner ursprünglichen Elternpflanzen oder mit einer genetisch sehr ähnlichen Pflanze zurückgekreuzt wird.
Beispiel:
Elternteil A × Elternteil B = F1-Hybrid.
F1-Hybrid × Elternteil A = Rückkreuzung mit A (häufig als BX1 bezeichnet).
Ziele der Rückkreuzung:
Vorteile:
Risiken und Grenzen:
Rückkreuzung ist ein wirkungsvolles Werkzeug, erfordert jedoch fundierte Daten und eine disziplinierte Selektion – und nicht bloß wiederholte Kreuzungen mit derselben Elternpflanze.
Inzuchtdepression beschreibt den Rückgang von Vitalität und allgemeiner Leistungsfähigkeit, der auftreten kann, wenn Pflanzen wiederholt innerhalb eines eng begrenzten genetischen Pools gekreuzt werden.
Mögliche Folgen sind unter anderem:
Die zugrunde liegende Ursache ist ein Anstieg der Homozygotie über das gesamte Genom hinweg. Dadurch können schädliche rezessive Allele zum Vorschein kommen, die zuvor durch Heterozygotie maskiert waren. Nicht jede Inzucht führt zu einer schweren Depression – tatsächlich ist die Erstellung ingezüchteter Linien für die Zucht echter F1-Hybriden notwendig. Entscheidend ist dabei:
Für die meisten Cannabis-Anbauer wird Inzuchtdepression sichtbar, wenn Samen aus stark selbstbestäubten oder schlecht selektierten Linien schwache, uneinheitliche oder ertragsschwache Pflanzen hervorbringen.
Terpene sind flüchtige organische Verbindungen, die von Cannabis produziert werden – insbesondere in den Drüsenhaaren (Trichomen) auf Blüten und den dazugehörigen Blättern. Sie sind maßgeblich für einen Großteil des Aromas und Geschmacks der Pflanze verantwortlich, das von fruchtig und süß bis erdig, würzig oder „skunk-artig“ reichen kann.
Über ihre sensorische Rolle hinaus:
Die Annahme, dass Terpene und andere Verbindungen der Cannabispflanze gemeinsam mit Cannabinoiden wirken, wird häufig als „Entourage-Effekt“ bezeichnet. Diese Wechselwirkungen werden durch einige präklinische und beobachtende Studien gestützt, sind jedoch weiterhin Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung und stellen noch keinen vollständig erforschten Wirkmechanismus dar.
Zu den häufig vorkommenden Terpenen in Cannabis zählen:
Das Terpenprofil jeder Sorte trägt maßgeblich zu ihrem sensorischen Charakter bei und kann beeinflussen, wie die Wirkung subjektiv wahrgenommen wird.
Terpene sind die am häufigsten diskutierten Aromamoleküle in Cannabis, doch das gesamte flüchtige Profil ist weitaus komplexer. Cannabisblüten produzieren eine breite Mischung aus flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), darunter:
Diese Moleküle wirken zusammen und erzeugen das charakteristische Aroma jeder Sorte.
Flüchtige Schwefelverbindungen (VSCs): das „Gas“- und „Skunk“-Aroma
Der Begriff „Schwefelsäuren“ ist im Zusammenhang mit dem Aroma von Cannabis chemisch ungenau. Entscheidend sind vielmehr schwefelhaltige VOCs, insbesondere:
Bei einigen modernen und klassischen Sorten sind diese VSCs verantwortlich für:
Diese Verbindungen sind bereits in extrem niedrigen Konzentrationen wirksam. Deshalb können selbst geringe Unterschiede im VSC-Gehalt das Aroma einer Sorte erheblich verändern. Sie können das Aromaprofil dominieren, obwohl sie in deutlich geringeren Mengen als Terpene vorhanden sind.
Ester, Aldehyde, Alkohole & Ketone – fruchtige, cremige und weitere Aromen
Andere VOC-Familien tragen zu den „feinen Nuancen“ des Cannabisaromas bei:
Bei „fruchtigen“ oder „Dessert“-Sorten entsteht das wahrgenommene Aroma fast immer durch das Zusammenspiel von Terpenen (wie Limonen, Terpinolen und Linalool) sowie Estern und anderen flüchtigen Verbindungen in geringeren Konzentrationen – und nicht durch ein einzelnes Molekül, das isoliert wirkt.
Cannabinoide sind eine Gruppe bioaktiver Verbindungen, die überwiegend von der Cannabispflanze gebildet werden. In der Pflanze werden sie hauptsächlich in sauren Formen (wie THCA und CBDA) in den Drüsentrichomen synthetisiert. Durch Hitzeeinwirkung oder längere Lagerung können diese sauren Formen decarboxylieren und sich in neutrale Cannabinoide wie THC und CBD umwandeln.
Zu den wichtigsten Cannabinoiden gehören:
Die Cannabinoidprofile unterscheiden sich je nach Sorte erheblich. Zusammen mit den Terpenprofilen bestimmen sie den Gesamtchemotyp und die potenziellen Einsatzmöglichkeiten einer Pflanze. Die wissenschaftliche Forschung läuft weiter, um besser zu verstehen, wie sich bestimmte Kombinationen aus Cannabinoiden und Terpenen auf spezifische Wirkungen auswirken.
Cannabissamen sind lebende Pflanzenembryonen in einem Ruhezustand. Die Art der Lagerung wirkt sich direkt auf Folgendes aus:
Für Anfänger und erfahrene Sammler gilt gleichermaßen: Hitze + Feuchtigkeit + Licht = schnellere Alterung
Das Ziel einer guten Lagerung ist daher einfach: kühl, trocken, dunkel und möglichst konstant.
Nachfolgend findest du eine praktische Anleitung für die Lagerung von Samen in der Originalverpackung des Züchters, wie du sie von Jonny Seeds erhältst.
Wenn du neu im Anbau bist und deine Samen einfach bis zur nächsten Saison gesund erhalten möchtest, brauchst du keine Laborausrüstung. Mit ein paar einfachen Regeln lässt sich bereits das meiste erreichen.
Samen in der Originalverpackung des Züchters aufbewahren
Originalverpackungen der Züchter sind darauf ausgelegt, die Samen vor Licht und mechanischen Beschädigungen zu schützen. Viele sind zudem zumindest teilweise feuchtigkeitsbeständig.
Wenn du nur einen Teil der Packung verwendest:
Lagerung bei Raumtemperatur (kurzfristig)
Wenn du planst, deine Samen innerhalb von 6–12 Monaten zu verwenden, reicht eine sorgfältige Lagerung bei Raumtemperatur in der Regel aus:
Grundregel: Wenn die Umgebung für trockene Vorratslebensmittel (Reis, Mehl, Kaffeebohnen) geeignet ist, ist sie in der Regel auch für die kurzfristige Lagerung von Samen geeignet.
Lagerung im Kühlschrank (mittelfristig)
Für eine Lagerung von bis zu mehreren Jahren kann ein Kühlschrank (kein Gefrierschrank) die Alterung der Samen bei richtiger Anwendung deutlich verlangsamen.
Sehr wichtig:
Lass die Samen immer auf Raumtemperatur kommen, bevor du den Behälter öffnest. Andernfalls kann sich Kondenswasser auf und um die Samen bilden, wenn warme Luft auf die kalten Oberflächen trifft. Dadurch gelangt Feuchtigkeit an die Samen, was ihre Alterung beschleunigt.
Für erfahrene Grower, Sammler und Züchter, die die Keimfähigkeit ihrer Samen über viele Jahre erhalten möchten, wird die Lagerung etwas anspruchsvoller.
1. Feuchtigkeit kontrollieren – der wichtigste Faktor: Der Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Samens hat einen starken Einfluss auf seine Haltbarkeit. Zu viel Feuchtigkeit + niedrige Temperaturen = Risiko für Schäden durch Eiskristalle beim Einfrieren. Zu viel Feuchtigkeit bei jeder Temperatur = erhöhte Stoffwechselaktivität und schnellere Alterung.
Praktischer Ansatz (ohne Laborausrüstung):
Ziel: Die Samen sollten sich trocken und hart anfühlen, niemals weich oder aufgequollen.
2. Temperatur – kühl oder eingefroren:
Kühle Lagerung (Kühlschrank, ca. 4–8 °C)
Lagerung im Gefrierschrank (deutlich unter 0 °C): Das Einfrieren ist eine etablierte Methode in Saatgutbanken zur langfristigen Konservierung, muss jedoch korrekt durchgeführt werden:
Für die meisten Hobby-Gärtner und Sammler ist ein stabiler Kühlschrank mit guter Verpackung sicherer und einfacher als der Versuch von Tiefkühl-Protokollen ohne präzise Kontrolle der Samenfeuchtigkeit.
3. Sauerstoff und Verpackungsschichten: Oxidation ist ein weiterer Faktor der Samenalterung. Sie lässt sich verlangsamen, indem der Kontakt mit frischer Luft reduziert wird.
Best Practice für die fortgeschrittene Lagerung:
Behälter nicht häufig öffnen – bei jedem Öffnen wird die trockene Innenluft gegen feuchtere Umgebungsluft ausgetauscht.
4. Umgang mit Samen vor der Verwendung: Wenn Sie bereit sind, die Samen zu verwenden:
Dies verhindert Kondensation auf kalten Samen. Nach dem Öffnen die benötigten Samen entnehmen. Wenn Sie übrige Samen wieder einlagern:
5. Wie lange sind Cannabissamen haltbar? Es gibt keine einzige „offizielle“ Zahl, da die Haltbarkeit von Folgendem abhängt:
Im Allgemeinen gilt:
Bei wertvollen oder seltenen Samen führen fortgeschrittene Grower manchmal alle paar Jahre kleine Testkeimungen durch, um die Keimfähigkeit zu überwachen und zu entscheiden, ob aus diesen Linien frisches Saatgut gewonnen werden sollte.
Anfänger: 1 bis 2 Jahre
Fortgeschrittene: Sammler & Züchter
Wenn Sie Ihre Samen wie ein lebendiges Archiv behandeln – kühl, trocken, dunkel und stabil – geben Sie jeder Sorte den bestmöglichen Start, noch bevor sie überhaupt mit Erde, Kokos oder Steinwolle in Berührung kommt.
Die elektrische Leitfähigkeit (EC) gibt an, wie gut eine Lösung elektrischen Strom leitet. Im Gartenbau dient sie als Richtwert für die Konzentration gelöster Ionen, insbesondere mineralischer Nährstoffe, in Wasser oder einer Nährlösung. Die EC wird üblicherweise in mS/cm (Millisiemens pro Zentimeter) angegeben.
Beim Cannabisanbau ist die EC ein nützliches Hilfsmittel, um die Nährstoffkonzentration im Wurzelbereich zu überwachen und anzupassen. Die von Growern häufig verwendeten allgemeinen Richtwerte können je nach Sorte, Substrat und Anbausystem variieren:
Diese Wertebereiche sind keine allgemeingültigen Regeln. Die optimale EC hängt vom Medium ab (Hydroponik-Systeme werden in der Regel mit höheren EC-Werten betrieben als organische Erde), von der Sorte und von den allgemeinen Umgebungsbedingungen.
Regelmäßige Messungen der Drainage- oder Substrat-EC helfen Growern, sowohl eine Unterversorgung mit Nährstoffen als auch eine Ansammlung von Salzen zu vermeiden.
Das Wasserdampfdruckdefizit (VPD) beschreibt den Unterschied zwischen der tatsächlich in der Luft vorhandenen Wasserdampfmenge und der maximalen Wasserdampfmenge, die die Luft bei einer bestimmten Temperatur aufnehmen kann. Es wird üblicherweise in Kilopascal (kPa) angegeben.
VPD ist wichtig, da es die Transpiration direkt beeinflusst:
Der VPD hängt ab von:
Cannabis gedeiht typischerweise in ungefähren VPD-Bereichen wie:
Innerhalb dieser Bereiche funktionieren die Spaltöffnungen in der Regel effizient. Dies unterstützt eine gleichmäßige Transpiration, den Nährstofftransport und die Photosynthese.
Ist der VPD-Wert sehr hoch, können Pflanzen ihre Spaltöffnungen schließen, um übermäßigen Wasserverlust zu verhindern. Dadurch werden jedoch die CO₂-Aufnahme und das Wachstum reduziert.
Ist der VPD-Wert sehr niedrig, kann es für Pflanzen schwieriger werden, Wasser und Nährstoffe effizient zu transportieren. Dies kann zu schwachem Wachstum und aufgrund der zu hohen Luftfeuchtigkeit zu einem erhöhten Krankheitsrisiko führen.
Photosynthese ist der Prozess, bei dem Cannabispflanzen Lichtenergie in chemische Energie umwandeln, die in Form von Zucker gespeichert wird. Die vereinfachte Gesamtreaktion lautet:
6 CO₂ + 6 H₂O + Lichtenergie → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂
In der Praxis hängt die Photosynthese beim Anbau von folgenden Faktoren ab:
Apikaldominanz bezeichnet das Phänomen, bei dem die Haupttriebspitze einer Pflanze das Wachstum der darunterliegenden Seitentriebe hemmt. Bei Cannabispflanzen führt dies, wenn die Pflanze nicht durch entsprechende Anbautechniken beeinflusst wird, zu einer ausgeprägten zentralen Hauptblüte (Cola). Das wichtigste daran beteiligte Hormon ist Auxin, das an der Triebspitze gebildet und nach unten transportiert wird. Dort beeinflusst es zusammen mit anderen Hormonen wie Cytokininen die Aktivität der Seitentriebe.
Grower beeinflussen die Apikaldominanz, um die Pflanzenstruktur zu formen und die Lichtverteilung zu verbessern:
Durch die gezielte Beeinflussung der Apikaldominanz können Grower eine eintriebige Pflanze in eine gleichmäßigere Struktur mit mehreren Hauptblüten (Colas) verwandeln, die unter künstlicher Beleuchtung häufig effizienter ist.
Das Aussehen der Trichome ist einer der praktischsten Indikatoren zur Bestimmung des Erntezeitpunkts, insbesondere bei der Kontrolle mit einer Lupe oder einem Mikroskop. Die Köpfe der Drüsentrichome verändern ihr Aussehen, während die Blüten ausreifen.
Allgemeine Richtwerte:
Wichtig:
Die bernsteinfarbene Färbung spiegelt die Alterung und Oxidation der Trichominhalte wider. Die Bildung von CBN ist Teil dieses Oxidationsprozesses, aber allein anhand der Trichomfarbe lassen sich die genauen Cannabinoidverhältnisse nicht bestimmen.
Eine sorgfältige Trocknung und Reifung sind entscheidend für den Erhalt von Aroma, Geschmeidigkeit und der allgemeinen Qualität.
Trocknung
Üblicher Ausgangspunkt:
Ziele:
Reifung
Nach der ersten Trocknungsphase werden die Blüten in luftdichten Behältern (z. B. Glasgläsern) aufbewahrt, mit:
Die Reifung kann über mehrere Wochen fortgesetzt werden. Während dieser Zeit:
Eine gute Reifung erfordert ein ausgewogenes Vorgehen. Eine zu lange oder zu warme Lagerung führt mit der Zeit zum Abbau sowohl von Cannabinoiden als auch von Terpenen.
Integrierter Pflanzenschutz (IPM) ist eine vorbeugende, mehrstufige Strategie, die den Schwerpunkt auf Überwachung und frühzeitiges Eingreifen legt, anstatt spät mit einem starken Einsatz chemischer Mittel zu reagieren. Häufige Schädlinge:
Spinnmilben
Thrips
Aphids
Fungus gnats
Neemöl und andere pflanzliche Öle können, sofern die örtlichen Vorschriften dies zulassen, Teil eines IPM-Programms (integrierter Pflanzenschutz) während der vegetativen Wachstumsphase sein, sollten jedoch nicht auf ausgereifte Blüten gesprüht werden, die für den Verzehr bestimmt sind.
Häufige Krankheitserreger
Echter Mehltau
Botrytis (Grauschimmel / Knospenfäule)
Gute Luftzirkulation und ein sorgfältig abgestimmter Bewässerungszeitpunkt sind entscheidend.
Pythium und verwandte Wurzelfäulen
IPM-Ansatz
Typische IPM-Stufen im Cannabisanbau:
Gutes IPM ist proaktiv statt reaktiv und kombiniert stets mehrere Maßnahmen, anstatt sich auf ein einzelnes Produkt zu verlassen.
Cannabis benötigt eine ausgewogene Versorgung mit Makro-, Sekundär- und Mikronährstoffen. Mangel- und Überschusssymptome können sich überschneiden, weshalb eine visuelle Diagnose stets nur einen Anhaltspunkt liefert und am besten mit einer Substrat- oder Lösungsanalyse kombiniert werden sollte.
Nährstoff | Hauptfunktion | Typische Mangelsymptome* |
|---|---|---|
Stickstoff (N) | Wesentlicher Bestandteil von Aminosäuren und Chlorophyll, fördert das vegetative Wachstum und die Blattentwicklung | Allgemeine Vergilbung, beginnend an den älteren Blättern, verminderte Wuchskraft |
Phosphor (P) | Energieübertragung (ATP), Wurzelentwicklung, frühes Wachstum und reproduktive Entwicklung. | Dunkles, mattes Laub, verlangsamtes Wachstum und bei einigen Genotypen gelegentlich rötliche oder violette Färbungen an Stängeln oder Blattstielen. |
Kalium (K) | Osmoregulation, Enzymaktivierung, Funktion der Spaltöffnungen und allgemeine Stresstoleranz. | Chlorose und Nekrosen an den Blatträndern, schwache Stängel und erhöhte Stressempfindlichkeit. |
*Viele dieser Symptome können auch durch pH-Probleme oder ein Ungleichgewicht mehrerer Nährstoffe verursacht werden.
Sekundäre Nährstoffe
Nährstoff | Hauptfunktion | Typische Mangelerscheinungen |
|---|---|---|
Calcium (Ca) | Zellwandstruktur, Membranstabilität sowie Entwicklung von Wurzel- und Sprossspitzen. | Verformtes neues Wachstum, nekrotische Flecken und Spitzenbrand an jungen Blättern und Blüten. |
Magnesium (Mg) | Zentralatom des Chlorophylls und an zahlreichen Enzymsystemen beteiligt. | Interkostale Chlorose an älteren Blättern, während die Blattadern grün bleiben; in fortgeschrittenen Fällen kann es zu Nekrosen kommen. |
Schwefel (S) | Bestandteil bestimmter Aminosäuren und Proteine und wichtig für die Enzymfunktion. | Blasse, gleichmäßige Vergilbung der jüngeren Blätter, ähnlich einem Stickstoffmangel, tritt jedoch typischerweise zuerst am neuen Wachstum auf. |
Mikronährstoffe
Nährstoff | Hauptfunktion | Typische Mangelerscheinungen |
|---|---|---|
Eisen (Fe) | Essenziell für die Chlorophyllsynthese und den Elektronentransport bei der Photosynthese. | Interkostale Chlorose, die zuerst an jüngeren Blättern auftritt; die Blattadern bleiben dabei häufig grün. |
Zink (Zn) | Enzym-Cofaktor, wichtig für die Hormonregulation und die Regulation der Internodien. | Verkürzte Internodien, kleine oder deformierte junge Blätter, interkostale Chlorose. |
Bor (B) | Zellwandbildung, reproduktive Entwicklung und Gesundheit der Meristeme. | Deformiertes neues Wachstum, brüchiges Gewebe sowie eine beeinträchtigte Blüten- und Wurzelentwicklung. |
Eine ausgewogene Nährstoffversorgung im richtigen EC- und pH-Bereich sowie ein geeignetes Substrat verhindern in der Regel schwere Mangelerscheinungen. Viele vermeintliche „Mängel“ sind tatsächlich Aufnahmeprobleme, die durch ein unausgeglichenes pH-Niveau, Wurzelstress oder Überdüngung verursacht werden.
Beleuchtungssysteme
Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
HID (HPS / MH) | Hohe Lichtleistung, bewährte Leistung, relativ geringe Anschaffungskosten. | Hohe Wärmeentwicklung, höherer Stromverbrauch und regelmäßiger Austausch der Leuchtmittel erforderlich. |
LED | Hohe Effizienz, anpassbares Lichtspektrum, geringere Strahlungswärme und lange Lebensdauer. | Höhere Anschaffungskosten, Qualitätsunterschiede je nach Hersteller. |
CMH / LEC | Breites Lichtspektrum mit guter Farbwiedergabe, häufig vorteilhaft für die Terpenausprägung. | Erzeugt spürbare Wärme, Leuchten und Leuchtmittel können relativ teuer sein. |
Ziel-Lichtintensität (PPFD)
Ungefähre Zielbereiche auf Höhe der Pflanzenspitzen:
Mehr Licht ist nicht immer besser. Die Lichtintensität muss abgestimmt werden auf:
Belüftung & Klimakontrolle
Ausrüstung | Funktion |
|---|---|
Rohrventilator (Inline-Ventilator) | Führt warme, verbrauchte Luft aus dem Anbauraum ab und sorgt für die Zufuhr frischer Luft. |
Aktivkohlefilter | Reduziert Gerüche, indem er die Abluft filtert. |
Umluftventilator | Fördert die Luftzirkulation um die Pflanzen, reduziert Mikroklimata und das Krankheitsrisiko. |
Luftbefeuchter / Luftentfeuchter | Reguliert die relative Luftfeuchtigkeit auf den gewünschten Bereich. |
Heater / AC | Hält die Temperatur im optimalen Bereich. |
Typische Zielwerte für die Umgebungsbedingungen
Anbaumedien
Mittel | Notes |
|---|---|
Erde oder erdlose Substrate mit organischen Bestandteilen | Höhere Pufferkapazität, verzeiht Anfängerfehler eher und unterstützt vielfältige mikrobielle Gemeinschaften. |
Kokosfasersubstrat (Coco Coir) | Nährstoffarm oder inert, ausgezeichnete Belüftung, fördert schnelles Wachstum, erfordert jedoch eine regelmäßige Versorgung mit einer ausgewogenen Nährstofflösung. |
Steinwolle | Sehr inert und gleichmäßig, häufig im hydroponischen Anbau verwendet, erfordert eine sorgfältige pH-Kontrolle. |
DWC und verwandte hydroponische Systeme | Die Wurzeln befinden sich direkt in einer mit Sauerstoff angereicherten Nährlösung. Dies kann ein sehr schnelles Wachstum ermöglichen, ist jedoch weniger fehlertolerant. |
Bewässerungssysteme
System | Hinweise |
|---|---|
Manuelle Bewässerung | Einfach und kostengünstig, die gleichmäßige Versorgung hängt jedoch von der Sorgfalt des Growers ab. |
Tropfbewässerung | Präzise, skalierbar und einfach zu automatisieren, ideal für Kokossubstrate und viele erdlose Anbausysteme. |
Flut- und Entwässerungssystem (Ebbe und Flut) | Effizient für bestimmte hydroponische Systeme, sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung. |
Eine gleichmäßige Bewässerung und Nährstoffversorgung ist ebenso wichtig wie das Bewässerungssystem selbst.
Messgeräte
Gerät | Verwendung |
|---|---|
EC-Messgerät | Misst die Nährstoffkonzentration der Lösung und hilft, Über- oder Unterdüngung zu vermeiden. |
pH-Messgerät | Überwacht den pH-Wert der Nährlösung oder des Substrats, um die Nährstoffverfügbarkeit im optimalen Bereich zu halten. |
PAR-Messgerät (PPFD-Messgerät) | Misst die Lichtintensität auf Höhe der Pflanzenspitzen und ermöglicht eine präzise Anpassung der Positionierung und Leistung |
IR-Thermometer oder Temperatursensor | Überprüft die Blatt- und Bestandestemperatur, die von der Lufttemperatur abweichen kann und die Transpiration sowie den VPD maßgeblich beeinflusst. |
Beschneiden & Nacherntebehandlung
Eine gute Auswahl an Ausrüstung und präzise Messungen ersetzen nicht die Erfahrung, machen es jedoch deutlich einfacher, eine gleichbleibende Qualität zu erzielen.
Before you enter our zone, make sure to confirm that you are +18 years old.
Jonny S.
You must be over 18 to enter Jonny’s Favourite Weeds Farm.